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Prinzip der Positionsstatik in der Tragwerksplanung

Eine der wesentlichen Aufgaben des Tragwerksplaners im Rahmen der Tragwerksplanung ist die Festlegung des statischen Prinzips des Tragwerks. Viele Projekte aus der Praxis werden nach dem Prinzip der Positionsstatik bearbeitet. Nach der Durchsicht der Planungsunterlagen des Bauvorhabens werden dabei einzelne Bauteile identifiziert, die im Rahmen der Tragwerksplanung bemessen, dimensioniert und nachgewiesen werden müssen, um die Tragsicherheit zu gewährleisten.

Bei dieser Vorgehensweise dienen die im Zuge der Bemessung ermittelten Auflagerreaktionen als Belastungen für nachfolgende, zu bearbeitende Bauteile.

Positionierung der Bauteile

Das Tragwerk wird vom Tragwerksplaner in einzelne Elemente gegliedert, mit dem Ziel, diese Bauteile separat und unabhängig voneinander bearbeiten und nachweisen zu können. Die Gliederung erfolgt bauteilorientiert, sodass beispielsweise Decken, Wände oder Stützen als eigenständige Elemente bzw. Bauteile betrachtet werden. Die Wechselwirkungen zwischen den Bauteilen werden dabei weitgehend vernachlässigt. Berücksichtigt wird jedoch, dass die Lagerreaktionen eines Bauteils als Belastungen eines weiteren Bauteils verwendet werden. 

Hier zeigt sich eine der wesentlichen Anwendungsgrenzen: Das Prinzip der Positionsstatik ist nur bei einem eindeutigen und klaren Lastabtrag sinnvoll anwendbar – eine Voraussetzung, die in vielen Projekten des Hochbaus erfüllt ist. Wird diese Grenze überschritten, kann das gesamte Tragwerk oder Teilbereiche davon mithilfe der Finite-Elemente-Methode analysiert werden.

Jedes Bauteil erhält im Zuge der Gliederung eine eindeutige Bezeichnung – die sogenannte Positionsnummer. Sie wird projektweit eindeutig vergeben und im Positionsplan grafisch dargestellt.

Die mb WorkSuite bietet mit der BauStatik eine Vielzahl spezialisierter Module, die exakt für diese Art der Bearbeitung ausgelegt sind: die statische Analyse und Nachweisführung einzelner Bauteile. Im Vergleich zu flexiblen FE-Anwendungen wie MicroFe oder EuroSta zeichnen sich die Module der BauStatik durch einen hohen Detailgrad und klare bauteilbezogene Struktur aus.

In der Praxis wird das Prinzip der Positionsstatik häufig mit der FE-Methode kombiniert, um ausgewählte Bereiche des Tragwerks präzise und effizient zu bearbeiten.

Für die Bauteilnachweise in der Positionsstatik sind die Module der BauStatik konzipiert und optimiert

BauStatik-Logo - ein gelber Kreis mit den weißen Buchstaben B und S.

S290.de Stahlbeton-Durchstanznachweis

Das Modul führt den Nachweis der Sicherheit gegen Durchstanzen mit Bemessung und Bewehrungswahl nach Eurocode 2 durch....

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S340.de Stahlbeton-Durchlaufträger, veränderliche Querschnitte, Öffnungen

Der vollständige Nachweis von Stahlbeton-Durchlaufträgern beinhaltet neben den Nachweisen im Grenzzustand der Tragfähigkeit...

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S443.de Stahlbeton-Aussteifungswand, Erdbebenbemessung

Aussteifungswände können nach EC 8 (DIN EN 1998-1:2010-12) für die Duktilitätsklassen DCL und DCM ausgelegt werden. Das...

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Positionsplan

Keine Statik ohne Positionsplan! Der Positionsplan liefert die zeichnerische Darstellung des Tragwerks. Alle Bauteile der Tragwerksplanung werden dabei mit ihren Positionsnummern grafisch dargestellt. Dadurch wird der Positionsplan zum grafischen Inhaltsverzeichnis der gesamten Statik. Neben den wesentlichen Abmessungen und Spannweiten enthält er zu jeder Position zusätzliche Informationen wie Querschnittsangaben und die verwendeten Materialfestigkeitsklassen. 
Für die Erstellung solcher Positionspläne bietet die mb WorkSuite zwei optimal abgestimmte Lösungen:

U051 Positionsplan (2D): Für die klassische, zeichnerische Erstellung eines Positionsplans – etwa auf Grundlage von Bauantrags‑ oder Genehmigungsplänen des Architekten – eignet sich das reine 2D‑Werkzeug U051 Positionsplan. Es erlaubt eine präzise, schnelle und übersichtliche Ableitung aller statisch relevanten Bauteile.

ViCADo (3DBIMCAD): Wenn auf Basis eines virtuellen Gebäudemodells gearbeitet wird, empfiehlt sich der Einsatz von ViCADo, der 3D‑BIM‑CAD‑Lösung innerhalb der mb WorkSuite. ViCADo ermöglicht nicht nur die automatische Erstellung eines Positionsplans aus dem digitalen Modell, sondern bietet darüber hinaus wertvolle Funktionen für die Tragwerksplanung: IFC‑Import, das Arbeiten mit dem Strukturmodell sowie zahlreiche, speziell abgestimmte Austauschszenarien und Werkzeuge. So entsteht ein durchgängig digitaler und effizienter Planungsprozess.

Steigen Sie hier weiter in die Positionsplanerstellung in der mb WorkSuite ein

ViCADo Logo - ein roter Kreis mit den weißen Buchstaben V und C.

ViCADo Grundlagen des Architekturmodells inkl. Plangestaltung

ViCADo bietet Tragwerksplanern einen umfassenden Grundumfang für die Arbeit mit virtuellen Gebäudemodellen. Die Software...

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U051 Positionsplan

Teil jeder statischen Berechnung sind Positionspläne. Sie werden vor der Berechnung der ersten Positionen angelegt und im...

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Positionsstatik mit Strukturmodell

Eine der wesentlichen Aufgaben des Tragwerksplaners ist die Festlegung des statischen Prinzips des Tragwerks. Viele Projekte werden nach dem Prinzip der Positionsstatik bearbeitet. Nach Durchsicht der Planungsunterlagen werden dabei diejenigen Bauteile identifiziert, die bemessen, dimensioniert und nachgewiesen werden müssen, um die Tragsicherheit zu gewährleisten. 
Genau diesen Arbeitsschritt – das Bestimmen der nachweisrelevanten Bauteile – kann der Tragwerksplaner komfortabel mit dem Strukturmodell und der Bildung von Berechnungsmodellen durchführen. Die Umsetzung dieser planerischen Aufgaben im StrukturEditor spart nicht nur erheblichen Eingabeaufwand, sondern visualisiert gleichzeitig klassische Arbeitsschritte der Tragwerksplanung. Mit den Berechnungsmodellen werden die relevanten Teilmengen der Tragstruktur sichtbar, strukturiert und förmlich „greifbar“.

Weiterführende Informationen zum StrukturEditor

Logo des StrukturEditors - ein grüner Kreis mit den weißen Buchstaben S und E.

E001.de StrukturEditor

Der kostenfreie Grundumfang des StrukturEditors bietet bereits bei kleineren Projekten direkt Zeiteinsparungen. Wird z.B....

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Die Positionsstatik ist nicht für alle Tragwerke geeignet. Liegt kein eindeutiger, rein vertikaler Lastabtrag vor oder können die Wechselwirkungen zwischen den Bauteilen nicht vernachlässigt werden, bietet eine statische Analyse mit der Finiten‑Elemente‑Methode (FE‑Methode) die passende Lösung. Genau hier kommen Werkzeuge wie MicroFe, EuroSta.stahl und EuroSta.holz zum Einsatz. 
Mit diesen FE‑basierten Anwendungen lassen sich komplette Tragwerke – vom Dach bis zur Gründung – oder auch gezielt ausgewählte Teilsysteme analysieren, beispielsweise Aussteifungssysteme oder Deckensysteme, die aus einer Kombination von Platten- und Balkenelementen bestehen. Die Modelle werden präzise berechnet, bemessen und nachgewiesen und ermöglichen damit eine sichere und wirtschaftliche Planung komplexer Tragstrukturen.

Anwendungen zur statischen Analyse mit MicroFe

MicroFe-Logo - ein türkisfarbener Kreis mit den weißen Buchstaben M und F.

M100.de MicroFe 2D Platte - Stahlbeton-Plattensystem

Das Modul dient der Berechnung und Bemessung von Platten in 2D-Modellen nach der Finite-Elemente-Methode. Es können Decken-...

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MicroFe-Logo - ein türkisfarbener Kreis mit den weißen Buchstaben M und F.

M120.de MicroFe 3D Faltwerk - Stahlbeton-Faltwerksysteme

Berechnung und Bemessung von 3D-Faltwerken aus Stäben und Flächen nach Finite-Elemente-Methode.

  • Modellierung: beliebige...
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M130.de MicroFe 3D Aussteifung - Massivbau-Aussteifungssysteme

Neben den Vertikallasten müssen auch die Horizontallasten aus Wind, Imperfektionen und Erdbeben durch Aussteifungsbauteilen...

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Ist das Prinzip der Positionsstatik noch aktuell?

Das Prinzip der Positionsstatik wird im Alltag vieler Tragwerksplaner erfolgreich angewendet. Durch die Gliederung des Tragwerks in einzelne Bauteile entsteht eine sehr effiziente Arbeitsweise. Besonders im Hochbau hat sich die Vernachlässigung der Wechselwirkungen zwischen den Bauteilen über viele Jahre bewährt. Deshalb ist dieses Prinzip nach wie vor weit verbreitet und ausgesprochen leistungsfähig.
Mit dem Blick auf moderne, modellorientierte Arbeitsmethoden wie BIM könnte leicht der Eindruck entstehen, die Positionsstatik sei nicht mehr zeitgemäß und werde zunehmend durch eine vollständige FE‑Analyse des Gesamtsystems ersetzt. 
Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Vorteile der Positionsstatik lassen sich auch in BIM‑Projekten optimal nutzen. Die zentrale geometrische Grundlage im StrukturEditor ermöglicht sowohl die klassische Bearbeitung nach dem Prinzip der Positionsstatik als auch die 3D‑FE‑Analyse mit MicroFe – oder jede beliebige Kombination aus beiden Vorgehensweisen.

Mit der mb WorkSuite und der modellorientierten Tragwerksplanung sind Sie somit
für alle Aufgaben und Anwendungsszenarien der Postitionsstatik bestens vorbereitet.

Nächste Schritte

Haben wir Sie überzeugt von den vielseitigen Möglichkeiten innerhalb der mb WorkSuite? Dann bringen Sie jetzt Ihre statischen Berechnungen auf ein Neues Effizienz- und Sicherheitsniveau. Kontaktieren Sie für eine individuelle Produktvorstellung oder ein maßgeschneidertes Angebot gerne unser Vertriebsteam.

Weitere Informationen:

Wie zu allen Themen der mb WorkSuite stellen wir Ihnen auch zum Thema Aussteifung eine Vielzahl an weiterführenden Informationen zur Verfügung – von ausführlichen Produktbroschüren über praxisnahen Fachartikeln aus den mb-news bis hin zu anschaulichen mbinar Video-Aufzeichnungen.

Weitere Aufgaben

Grundlagen & Einwirkungen

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