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FAQ

Projektablage in einer SQL-Datenbank

FAQ - Projektablage in einer SQL-Datenbank

Frühere Hinweise zur Mehrbenutzerfähigkeit bezogen sich auf die damalige technische Einordnung und Nutzung von Dateiprojekten im Netzwerk. Diese Arbeitsweise war in vielen Büros über Jahre üblich und hat unter geeigneten Rahmenbedingungen funktioniert.

Heute sind Projekte größer, stärker vernetzt und häufiger verteilt bearbeitet. Deshalb unterscheidet mb künftig klarer zwischen Dateiprojekten für Einzelarbeit und Datenbankprojekten für verbindliche parallele Teamarbeit.

Ja, wenn mehrere Mitarbeiter dasselbe Projekt gleichzeitig betreten oder bearbeiten sollen, ist dafür ab Version 2027 ein Datenbankprojekt erforderlich. Ein Dateiprojekt kann ab Version 2027 nur noch von einem Benutzer gleichzeitig geöffnet und bearbeitet werden.

Die bisherige Arbeitsweise, bei der mehrere Personen innerhalb eines Dateiprojekts parallel an unterschiedlichen Modellen arbeiten – beispielsweise an zwei ViCADo-Modellen und einem BauStatik-Modell –, ist damit in Dateiprojekten nicht mehr vorgesehen. Grund dafür ist, dass diese Form der gemeinsamen Bearbeitung bei größeren Projekten, mehreren Modellen und parallelen Zugriffen nicht mehr die notwendige Sicherheit für konsistente Projektstände bietet.

Das bedeutet nicht, dass Teamarbeit mit der mb WorkSuite entfällt. Sie wird künftig klar dem Datenbankprojekt zugeordnet. Mit einem Datenbankprojekt arbeiten alle Beteiligten auf einem zentralen Projektstand. Zugriffe, Sperren, Modellabhängigkeiten und Sicherungen lassen sich dort zuverlässiger organisieren als bei Dateiprojekten auf einem Netzlaufwerk.

Für Büros, die weiterhin mit mehreren Mitarbeitern gleichzeitig an einem Projekt arbeiten möchten, ist daher die Umstellung der betroffenen Projekte auf Datenbankprojekte erforderlich. Dazu ist in jeder Arbeitsplatzlizenz das Modul W200 erforderlich.

Ja, die bisher mögliche parallele Nutzung von Dateiprojekten wird eingeschränkt.

Mit Datenbankprojekten stellt mb dafür eine weiterreichende und belastbarere Mehrbenutzerlösung bereit.

In früheren Dokumenten wird der Mehrbenutzerbetrieb ausdrücklich benannt; das entsprach unserer damaligen Einschätzung. Gleichzeitig warnten sie bereits vor Risiken wie Sync-Diensten, Projektkopien und Datenverlust. Die heutige Änderung ist daher keine bloße Abkehr von früheren Aussagen, sondern eine präzisere und sicherere Einordnung der geeigneten Arbeitsweise.

Dass viele Anwender bisher ohne erkennbare Probleme mit Dateiprojekten im gemeinsamen Netzwerk gearbeitet haben, ist nachvollziehbar.

In vielen Büros hat diese Arbeitsweise über Jahre funktioniert – insbesondere dann, wenn Projektumfang, Bearbeiterzahl und Arbeitsorganisation überschaubar waren.

Die Anforderungen an die Projektbearbeitung haben sich deutlich verändert: Projekte werden größer, Modell- und Berechnungsdaten sind stärker verknüpft, mehrere Anwendungen greifen enger auf denselben Projektstand zu, und Teams arbeiten häufiger verteilt. Dadurch steigen die Anforderungen an Sperrmechanismen, Konsistenzprüfungen, Sicherungen und nachvollziehbare Projektzustände.

Uns sind Schilderungen von Anwendern bekannt, bei denen es im Zusammenhang mit dem Mehrbenutzerbetrieb in Dateiprojekten zu Datenverlusten oder inkonsistenten Projektständen gekommen ist. Solche Fälle müssen nicht in jedem Büro auftreten; sobald ein solches Risiko jedoch bekannt ist, muss es in der Produktausrichtung berücksichtigt werden.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt mb den parallelen Mehrbenutzerbetrieb auf Basis von Dateiprojekten nicht mehr als zukunftssichere Arbeitsweise. Mit Datenbankprojekten wird die gemeinsame Projektbearbeitung technisch auf eine belastbarere Grundlage gestellt: bekannte Risiken werden reduziert, und mehrere Personen arbeiten verbindlich am gleichen Projektstand.

Auch rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen verstärken diese Verantwortung. Anforderungen aus dem Cyber Resilience Act sowie verschärfte Erwartungen an Produktsicherheit und Produkthaftung verlangen, erkennbare Risiken nicht nur zu benennen, sondern durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu begrenzen. Datenbankprojekte sind deshalb ein Schritt zu mehr Datensicherheit, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit; Dateiprojekte bleiben für Einzelarbeit und geeignete Anwendungsfälle weiterhin sinnvoll.

Der Platzbedarf wird voraussichtlich ähnlich sein. Die bisherige Größenordnung der Dateiprojekte ist daher eine sinnvolle Grundlage für die erste Abschätzung des benötigten Speicherplatzes auf dem Datenbankserver. Für die konkrete Dimensionierung sollten zusätzlich Reserven für Wachstum, Sicherungen, Wartung und projektabhängige Schwankungen eingeplant werden.

Nein. Express-Datenbanken sind für Datenbankprojekte der mb WorkSuite ausgeschlossen. Für den produktiven Betrieb von Datenbankprojekten ist eine geeignete, unterstützte Datenbankumgebung erforderlich, die den Anforderungen an Projektgröße, Mehrbenutzerzugriff, Performance, Sicherung und Administration entspricht.

Die fachlichen Funktionen für Modelle, Positionen, Berechnungen und Ausgaben bleiben grundsätzlich vertraut. Der Anwender der mb WorkSuite erlebt in der täglichen Arbeit daher nur begrenzte Unterschiede zwischen Dateiprojekten und Datenbankprojekten.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Datenhaltung: Bei Datenbankprojekten arbeiten alle Beteiligten auf einem zentralen Projektstand statt mit lokalen Kopien. Die interne Dokumentenverwaltung steht bei Datenbankprojekten nicht zur Verfügung.

Ja. Ein Projekt wird entweder als Dateiprojekt oder Datenbankprojekt angelegt. Danach ist die Bearbeitung der Projekte identisch, bis auf den Einzelbenutzer -oder Mehrbenutzerbetrieb.

Der mb ProjektManager muss nicht zwischen Dateiprojekt und Datenbankprojekt umgeschaltet werden.

Prinzipiell ja, indem ein Projekt dupliziert wird. Aber wiederholtes Hin und Her erzeugt getrennte Projektduplikate und erhöht das Risiko von Verwechslungen. Ist Teamarbeit absehbar, sollte das Projekt möglichst direkt als Datenbankprojekt beginnen.

Zuerst müssen Systemvoraussetzungen, Lizenzierung und Datenbankinfrastruktur mit dem betreuenden Systemhaus oder Administrator geklärt werden. Anschließend werden Datenbank, Zugriffsrechte, Sicherung und die Verbindung der Arbeitsplätze eingerichtet und mit einem Testprojekt geprüft.

Bestehende Dateiprojekte werden nur bei Bedarf kontrolliert überführt; für neue Teamprojekte empfiehlt sich der direkte Start als Datenbankprojekt.

Die Sicherheit einer SQL-Datenbank in der Cloud hängt wesentlich davon ab, wie der Zugriff auf die Datenbank eingerichtet und abgesichert wird. Der technische Zugang kann entweder über eine gezielt konfigurierte Portfreigabe erfolgen oder über eine abgesicherte VPN-Verbindung, zum Beispiel mit WireGuard.

Welche Variante eingesetzt wird, ist keine pauschale Produkteigenschaft der mb WorkSuite, sondern Teil der IT-Architektur. Die Entscheidung über Portfreigabe, VPN, Firewall-Regeln, Benutzerrechte, Verschlüsselung, Sicherung und Überwachung liegt beim betreuenden Systemhaus oder bei der zuständigen IT-Administration.

mb empfiehlt, den Zugriff auf Cloud-Datenbanken nur kontrolliert und fachgerecht einzurichten. Eine VPN-Lösung kann den Zugriff zusätzlich kapseln und absichern; eine direkte Portfreigabe sollte nur gewählt werden, wenn sie vom Systemhaus oder der IT-Administration bewusst bewertet, geschützt und überwacht wird.