Don'ts

Typische Stolperfallen -
Hotlinenotizen

Artikel zum download >>

Einen PC beim Discounter kaufen, die mb WorkSuite installieren und los geht‘s. Ja so einfach ist heute die Inbetriebnahme eines leistungsfähigen Rechners und einer leistungsfähigen Software. Drucker und Plotter sind schnell angeschlossen und auch ein Internetanschluss ist schnell konfiguriert.

Vielleicht traut man sich deshalb auch den Aufbau eines Rechner­netzes, die Installation eines zentralen Datenservers, die Konzeption des Backup-Systems und die Konfiguration der Firewall zu. Wer allerdings die Leistungsfähigkeit eines einzelnen PCs auch im Netzwerk und in der Zusammenarbeit im Team behalten will, der benötigt Expertenwissen. Wer darüber nicht verfügt, sollte einen qualifizierten IT-Dienstleister zu Rate ziehen.

Als Software-Anbieter werden wir in der Hotline leider mit Problemen konfrontiert, deren Lösung allzu oft in der Konzeption der Hardware zu finden ist und eben nicht in der eingesetzten Software. In solchen Fällen müssen wir uns aus Gründen der Professionalität eher zurückziehen, als unqualifizierte Ratschläge zu geben.

Manipulation im Dateisystem

ini-Dateien

Das Installationsprogramm, der ProjektManager und die einzelnen Anwendungen verwenden ini-Dateien zur Kommunikation untereinander. ini-Dateien sind lesbare Textdateien und über ihre einfache und klare Struktur verleiten sie allzu oft zu der Annahme, dass man die Logik dahinter verstehen und für eigene Absichten ausnutzen könnte – wenn wir dann nach langer Suche den Grund für merkwürdiges Verhalten und Programmabstürze in der Manipulation von ini-Dateien entdecken, will es in der Regel niemand gewesen sein.

Platz sparen

Ähnlich wie bei den ini-Dateien verhält es sich, wenn man um Festplattenplatz zu sparen, einfach Dateien aus der Projekt­struktur löscht. Die Folgen sind für den Laien unvorhersehbar! Angesichts heutiger Festplattenpreise kann es keine gute Idee sein, auf diese Weise Speicherplatz zu generieren. Wir empfehlen abgeschlossene Projekte an einem gesonderten Ort platzsparend zu archivieren.

Projekte zusammenkopieren

In früheren Versionen bestanden die Projekte aus hunderten, ja bis zu tausenden einzelnen Dateien. Wir kennen Fälle in denen dann nichts mehr lief, nachdem Anwender versuchten, aus mehreren Projekten durch Copy und Paste im Explorer ein gemeinsames Projekt zu kreieren. In den jüngsten Versionen ist das wegen der Umstellung auf Datenbankdateien nicht mehr möglich und wir haben deutlich weniger merkwürdige Fälle.

Teamwork

Netzwerke

Die Arbeit in einem gut konzipierten Netzwerk und auf gut ausgelegten Servern bietet nahezu die gleiche Performance wie mit einer lokalen Festplatte am PC. Aber die Konzeption und Unterhaltung eines leistungsfähigen Netzwerkes mit allen Komponenten, Zugriffsrechten usw. bedarf eines fähigen IT-Dienstleisters. Anfragen zu Netzwerkkonfigurationen gehören nicht zu den Kompetenzen unserer Hotline.

Synchronisation

Kostenlose Tools wie Onedrive oder Dropbox synchronisieren den Inhalt ganzer Verzeichnisse auf weltweit verteilten Rechnern einfach über die Cloud. Wir können vor dem Einsatz dieser Tools im Zusammenhang mit einer Projektbearbeitung im synchronisierten Ordner nur warnen. Deshalb kein Support durch unsere Hotline bei Datensynchronisation via Dropbox, Onedrive usw.

Stellen Sie sich Folgendes vor:
Sie und Ihre Kollegen arbeiten innerhalb eines Projektes. Sie beginnen, indem jeder eine Kopie des aktuellen Projektes auf seinen Rechner spielt. Ihnen zur Seite stehen Laufburschen, deren Aufgabe es sein wird, die Daten per USB-Stick von einem Rechner zu einem zentralen Rechner und wieder zurück zu transportieren. Die Läufer arbeiten autark und starten immer, sobald sie neue Daten auf Ihrem Rechner oder dem zentralen Rechner erspähen. Sie wissen nicht, welche Daten zusammengehören und nicht getrennt sein dürfen. Die Burschen lassen sich auch gerne unterwegs ablenken und brauchen dann mal eben etwas länger für den Transport. Wenn sie dann ankommen und die Daten von Ihrem oder auf Ihren Rechner kopieren unterbricht das nicht Ihre Bearbeitung. Vielleicht sichert Ihr Programm gerade noch einen Stand, aber der Laufbursche ist bereits wieder unterwegs – und mit ihm ein Teil Ihrer Daten. Oder Ihre Daten wurden aktualisiert, aber sie arbeiten immer noch mit den vor langer Zeit geladenen, alten Daten. Das Gleiche erledigen die Laufburschen Ihrer Kollegen – und zwar so lange, bis alle die Bearbeitung beenden. Welchen Projektstand erwarten Sie jetzt auf den einzelnen Rechnern?

WAN / VPN

Eine Verbindung zwischen verschiedenen Standorten per VPN gehört mittlerweile zu den klassischen Möglichkeiten eines Wide Area Networks (WAN), um die Rechnernetze von Nieder­lassungen zu verbinden. Wir können in der Hotline Effekte wie Datenverlust und Lizenzausfall wegen Verbindungsabbrüchen nicht nachstellen, um Ihnen so Hilfestellung geben zu können. Hier verweisen wir eindeutig auf qualifizierte IT-Dienstleister. Deshalb kein Support beim Einsatz von WAN / VPN durch unsere Hotline.

Abweichende Betriebssysteme

Wir benennen zu jeder Version der mb Worksuite genau, für welche Betriebssysteme die Software konzipiert, entwickelt und getestet wurde. Trotzdem werden wir auf verschiedene Weisen damit konfrontiert, dass man diese Systemvoraus­setzungen ignoriert und bewusst umgeht.

Client-Server-Installation

Hier läuft die Software auf dem Server und die einzelnen PCs sind Clients, die für die Ein- und Ausgabe verwendet werden. Diese Installationsart ist möglich, allerdings können wir hier keinen Support über unsere Hotline leisten.

Apple

Boot Camp, Parallels Desktop oder VMware Fusion zur Installation der mb WorkSuite auf einem Apple-iOS-Gerät wird explizit nicht unterstützt, auch wenn uns einige Anwender davon berichten, dass sie so mit der mb WorkSuite arbeiten. Für Installationen auf Apple-Rechnern bieten wir keinen Support in der mb-Hotline.

NAS-Platten statt Windows-Server?

In den Elektronik-Märkten und im Internet werden NAS-­Platten als preisgünstiger Ersatz für Windows-Datenserver angeboten. In der Regel setzen NAS-Platten auf einem Linux-Server auf und präsentieren sich über SAMBA als Windows-konform. Es ist für uns nicht möglich die Vielzahl unterschiedlicher NAS-Platten-Varianten abschließend zu beurteilen. Auch wenn wir hören, dass einige Anwender NAS-Platten erfolgreich einsetzen, kennen wir eben auch Hotlinevorgänge, die über erhebliche Probleme mit Zugriffsrechten, schwer lösbaren Performanceeinbußen und sogar Daten­verluste berichten. Dagegen bieten vernünftig aufgesetzte Windows-Server, mit NAS-Platten namhafter Hersteller im ISCSI-Verbund, Zugriffsgeschwindigkeiten, die einer lokalen Platte im PC kaum nachstehen. Hier verweisen wir stets auf Ihren qualifizierten IT-Dienstleister. Wir können bei NAS-­Platten keinen Support durch unsere Hotline leisten.

Lizenzierung

USB-Switches: Floating License und Diebstahlschutz

Unsere Software wird am Einzelarbeitsplatz mit USB-Hardlocks gegen unbefugte Benutzung geschützt. In manchen Büros sollen die USB-Hardlocks nicht zugänglich sein. Zur Investitionssicherung werden sogenannte USB-Switches in abschließbaren Serverschränken installiert. Die einzelnen PCs greifen dann über das Netzwerk auf die USB-Switches und die dort angesteckten Hardlocks zu. Neben dem Diebstahlschutz der Hardlocks soll über diese Installation auch eine Floating License mit wechselnder Zuweisung der jewei­ligen USB-Schnittstelle zu verschiedenen PCs erfolgen. Für USB-Switches bieten wir keinen Support durch unsere Hotline.

Floating License

Wir empfehlen statt USB-Switches Netzwerklizenzen mit dem mb LizenzManager (ab mb WorkSuite 2016).

Raubkopien

Software illegal zu betreiben, dazu gehört auch der kommerzielle Einsatz unserer Studienversion, ist kein Kavaliers­delikt. Das Risiko liegt nicht nur in der Erpressbarkeit durch ehe­malige Mitarbeiter. Dieser Straftatbestand wird entsprechend geahndet. Einige Fälle konnten wir bereits aufdecken, was im Einzelfall zu nachträglichem Lizenzerwerb und gemein­nützigen Strafspenden in mittlerer sechsstelliger Höhe führte.