Presse

Juni 2014 | Pressemitteilung der mb AEC Software GmbH

Kran- und Katzbahnträger

Mit der Einführung des Eurocodes für Kranbahnen, der DIN EN 1993-6 einschließlich zugehörigem Nationalen Anhang, wird das Zusammenwirken von Kraneinwirkungen wesentlich zutreffender als bisher erfasst. Bei einem rechnerisch deutlich höheren Aufwand bietet die neue Normengeneration aber die Möglichkeit, leichtere und wirtschaftlichere Kranbahnträger zu dimensionieren. Darüber hinaus stehen nun auch für wechselnd beanspruchte Konstruktionen wie Kranbahnen einheitliche Konzepte für den Ermüdungsnachweis zur Verfügung.

Die mb AEC Software GmbH bietet mit den neuen BauStatik.ultimate-Modulen „U351.de Kran- und Katzbahnträger, Einfeldsysteme“ und „U361.de Kran- und Katzbahnträger“ leistungsstarke Module zur Berechnung und Bemessung von Kran- und Katzbahnträgern nach DIN EN 1993-6.

U361.de Kran- und Katzbahnträger – EC 3, DIN EN 1993-6

Das Modul U361.de ermöglicht die Berechnung von Kranbahn- oder Katzbahnträgern, deren statisches System als Einfeld- oder Mehrfeldträger mit oder ohne Kragarm definiert werden kann. Für sämtliche Lager können die Translationen und Rotationen sowie die Verwölbung individuell festgelegt werden. Neben starren und freien Lagerungsbedingungen (Verschiebungen und Verdrehungen) lassen sich auch Dehn- und Drehfedern definieren. Zusätzlich kann eine Lagerdefinition gezielt an einer Stelle im Querschnitt platziert werden, um eine elastische horizontale Abstützung eines Aussteifungsverbandes abzubilden. Gelenke lassen sich im statischen System an beliebiger Stelle definieren. Alle 7 Freiheitsgrade (3 Verschiebungen, 3 Verdrehungen und 1 Verwölbung) können bezüglich des Gelenkmechanismus gesteuert werden.

Die Querschnitte eines Kran- oder Katzbahnträgers bestehen aus dünnwandigen offenen Querschnitten, die ggf. durch seitlich an den Gurt angeschweißte Winkel-Profile, durch U-Profile oder Lamellen horizontal verstärkt werden.

Infolge der konzentrierten Radlasteinleitungen sind die Stege von Kranbahnträgern auf Beulen unter lokaler Querkraftbeanspruchung nachzuweisen. Das Beulverhalten der Kranbahnträger kann durch die Anordnung vertikaler Steifen, die in einem frei wählbaren oder konstanten Abstand anzuordnen sind, gezielt beeinflusst werden.

Das Modul U361.de ermöglicht die Berücksichtigung von drei unabhängig fahrenden Kranen. Pro Kran werden bis zu 20 Radlasten unterstützt. Die einzelnen Lastanteile, die ein Kran über die Schiene auf den Kranbahnträger ablastet, werden in vertikale (Eigengewicht und Hublast des Krans) und horizontale Radlasten (Längs- und Horizontal-/Massenkräfte durch Beschleunigen und Bremsen des Krans bzw. der Laufkatze, Horizontalkräfte quer zur Kranbahn durch Schräglauf des Krans) unterschieden. Unter „Zusatzlasten“ (Wind in Betrieb, Pufferkräfte, Kippkraft, Prüflast) werden weitere Lasten zusammengefasst, die nicht in allen Fällen für die Kranbahndimensionierung anzusetzen sind.

Aus der Fahrdynamik der Krane entstehen Schwingungen, die den tragenden Kranbahnträger belasten. Die Erhöhung der Belastung in Vergleich zur statischen Belastung wird über den dynamischen Faktor berücksichtigt. Für die einzelnen Lastanteile sind in DIN EN 1991-3 die zu berücksichtigenden dynamischen Faktoren festgelegt. Für die Standardkrane werden sowohl die einzelnen Lastanteile aus Kraneinwirkung als auch die zugehörigen dynamischen Faktoren von den Kranherstellern angegeben.

Neben den aus Kranen verursachten Lasten können weitere Lasten angesetzt werden. Üblicherweise werden zusätzlich zu den Kranlasten lediglich die Eigenlasten der Konstruktion (des Kran-/Katzbahnträgers) sowie evtl. angehängte Rohrleitungen oder Lasten aus Verbänden berücksichtigt. Seitens des Anwenders können weitere Lasten als Punkt-, Gleich- oder Blocklasten in vertikaler und horizontaler Richtung berücksichtigt werden.

Da Kranbahnträger wechselnden Beanspruchungen ausgesetzt sind, muss ergänzend zu den Nachweisen im Grenzzustand der Tragfähigkeit und im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit auch die Ermüdung nachgewiesen werden. Die Nachweisführung erfolgt auf der Grundlage der DIN EN 1993-6 und dem zugehörigen Nationalen Anhang.

Eine detaillierte Leistungsbeschreibung finden Sie in der mb-news-Ausgabe 02-2014 oder auf der Homepage der mb AEC Software GmbH unter: www.mbaec.de/dokumente/mb-news_02-14_U361de.pdf

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