Presse Archiv

Mai 2013 | Pressemitteilung der mb AEC Software GmbH

ViCADo trifft SketchUp

SketchUp 3D-Galerie erweitert den Objekt-Katalog von ViCADo

Tausende dreidimensionale Objekte – vom Wasserglas bis hin zum fertigen komplexen Bauwerk – finden sich in der SketchUp 3D-Galerie und sie wächst täglich weiter. All diese Elemente stehen jedem Anwender kostenfrei, zur privaten oder auch kommerziellen Nutzung, zur Verfügung.

Die neue Import-Schnittstelle für SketchUp-Daten (SKP) ermöglicht einen völlig neuen und scheinbar unendlich großen Fundus an 3D-Objekten für ViCADo.

Nutzungsvarianten der neuen Schnittstelle

Sämtliche Objekte der SketchUp 3D-Galerie können sowohl in ViCADo als auch in SketchUp importiert werden. Aber auch SketchUp selbst kann zur Modellierung von eigenen, individuellen Einrichtungsgegenständen für die Verwendung in ViCADo genutzt werden.

  • Direkt-Import aus der SketchUp 3D-Galerie
    Wenn das gewünschte Objekt nicht mehr bearbeitet werden muss, kann es direkt importiert werden. Hierzu wird die Internetseite der SketchUp 3D-Galerie in ViCADo als HTML-Sicht geöffnet und das gewünschte Objekt innerhalb der gewohnten ViCADo-Oberfläche ausgewählt. Anschließend kann das Objekt per Drag&Drop aus der SketchUp-Galerie direkt in der ViCADo-Visualisierung abgesetzt werden.
  • Modifizieren und Erstellen eigener Objekte mit SketchUp
    Mit wenigen Handgriffen lassen sich die eingestellten Objekte der SketchUp 3D-Galerie in SketchUp in der Texturierung oder Modellierung anpassen. Spezielle Objekte, die nicht in der SketchUp 3D-Galerie auffindbar sind, können in SketchUp neu konstruiert und ebenfalls in ViCADo importiert werden.

Umfassender Objektkatalog

Die neue Importschnittstelle von SketchUp-Objekten bietet dem Anwender eine ausgezeichnete Möglichkeit, ViCADo-Visualisierungen mit Einrichtungsgegenständen wie Möbeln und Sanitärobjekten aus der SketchUp 3D-Galerie zu füllen. Die heruntergeladenen SketchUp-Modelle werden automatisch im Objekt-Katalog von ViCADo gespeichert. So entsteht mit der Zeit ein individueller und umfassender, zentraler Katalog. Die diversen Objekte können jederzeit in weiteren Projekten zur Ausstaffierung von Visualisierungen genutzt werden.

 

[Bildunterschrift zu Bild 1 und 2]: ViCADo 2013 mit „SketchUp 3D-Galerie“-Sicht

Bildmaterial zum Download

PM mb 1305 007 Sketchup Bild1.jpg(678 KB)Download
PM mb 1305 007 Sketchup Bild2.jpg(708 KB)Download

Mai 2013 | Pressemitteilung der mb AEC Software GmbH

Weiterrechnen, wo die Stabtheorie am Ende ist

Neue Berechnungsmethode mit Flächenelementen innerhalb eines Stabwerkprogramms

Jedes Berechnungsverfahren hat seine Anwendungsgrenzen. Bei den gängigen Stabwerksprogrammen nach der FE-Methode sind das u.a. die Annahme vom Ebenbleiben der Querschnitte. Ergeben sich an dieser Grundlage berechtigte Zweifel, dürfen die entsprechenden Programme nicht mehr eingesetzt werden. Die mb AEC Software GmbH aus Kaiserslautern bietet für diese Fälle ein neues Berechnungsverfahren an.

Stabtragwerke aus Stahl werden vielfach mit Stabwerksprogrammen nach der FE-Methode berechnet und die FE-Elemente erhalten ihre Querschnittswerte aus Standard-Profiltabellen oder werden individuell berechnet. Eine Berechnung mit der FE-Methode ist beliebt, weil sie oft viel genauer und vielseitiger als eine Berechnung nach anderen Verfahren ist, trotzdem gelten auch hier Anwendungsgrenzen, die man kennen und einhalten muss. Dazu gehört die Annahme vom Ebenbleiben der Querschnitte. Diese Annahme ist auch in vielen Fällen gegeben. Es gibt aber auch Fälle, in denen man davon nicht mehr ausgehen kann. Die klassische Formulierung der FE-Methode für Stabtragwerke kann diese Ausnahmen nicht berücksichtigen.

Es gibt Lösungsansätze, in denen für einen FE-Knoten nicht 6 Freiheitsgrade (3 Translationen und 3 Rotationen), sondern ein zusätzlicher 7. Freiheitsgrad vorgesehen wird. Dieser 7. Freiheitsgrad wird benötigt, um in der matriziellen Schreibweise der Elementansätze die Elementsteifigkeitsmatrix vollständig zu beschreiben, weil mit diesem 7. Freiheitsgrad die Wölbung berücksichtigt wird, welche zu dem „nicht Ebenbleiben der Querschnitte“ führt.

Eine vollständige Beschreibung dieser Lösung, inklusive aller Kompatibilitätsbedingungen beim Verbinden zweier zueinander geknickten Stäben, ist nicht trivial und erfordert zusätzliche Annahmen und Restriktionen. Ebenso ist die Kompatibilität beim Koppeln solcher Stäbe mit Flächen problematisch. Somit scheitert dieser Versuch, das „nicht Ebenbleiben der Querschnitte“ innerhalb einer Stabwerkformulierung mit FE-Stäben korrekt zu berücksichtigen.

Vielfach wurde dann dazu übergegangen z.B. einen Rahmen aus ein herausgeschnittenes Teilsystem nicht mit FE-Stabelementen, sondern z.B. die Flansche und Stege des verwendeten Profils und sogar die vollständige Knotenausbildung mit allen Steifen über FE- Flächenelementen zu elementieren. 

Diese Lösung hat den Charme, dass man nicht mehr auf ein Rechenmodell angewiesen ist, welches von einem Ebenbleiben der Querschnitte ausgeht, sondern, dass man genau diese Effekte sehr genau berücksichtigen kann. Hier liefert also eine hochwertigere Modellierung realistischere Ergebnisse.

Aber auch diese Modellierung hat Nachteile. Sie ist wesentlich aufwändiger und durch das Herausschneiden einzelner Stäbe oder Stabzüge sind zusätzliche Kompatibilitätsbetrachtungen vorzunehmen: Welche Schnittgrößen müssen durch das Herausschneiden jetzt auf das Teilsystem angesetzt werden? Welche Ersatzlagerungen müssen ergänzt werden und mit welchen Federsteifigkeiten? Gibt es gekoppelte Effekte zwischen den Ersatzlagerungen, die im Ersatzsystem gegenüber einem 3D-System unberücksichtigt bleiben?

Die ursprüngliche Problemstellung mit dem „nicht Ebenbleiben des Querschnitts“ taucht innerhalb des Stabes auf, zwischen den Knotenpunkten der Konstruktion und nicht innerhalb des Knotens, da man diesen in der Regel steif ausbildet. Genau dieser Detailpunkt erfordert aber bei der Modellierung mit Flächenelementen einen zusätzlichen Aufwand, ohne dass der Knoten-Detailbereich selbst gefährdet wäre oder einen besonderen Einfluss auf die Berechnung der Stäbe selbst hat, da in unmittelbarer Nähe zu einer steifen Knotenausbildung das Ebenbleiben der Querschnitte gegeben ist.

Daher bietet MicroFe eine überraschend einfache Lösung an. Für ein bestehendes Stabwerksmodell können einzelne Stäbe von einer Stab-Modellierung in eine Flächenmodellierung überführt werden. Dabei kann MicroFe Abstände am Stabanfang und Stabende berücksichtigen. Bis zu diesem Abstand bleibt die Modellierung als Stabelemente erhalten, erst danach werden Flächenelemente generiert.

Auf Wunsch werden am Anfang oder Ende der Flächenmodellierung „Stirnplatten“ modelliert. Diese „Stirnplatten“ können als Modellierungshilfen, z.B. für Aussteifungen zwischen einem Stab und einer Voute eingesetzt werden. Die eigentliche Bedeutung haben diese „Stirnplatten“ aber als Kompatibilitätsebene im Übergang zwischen der Stabmodellierung mit Stabelementen und Flächenelementen.

Das im Elementansatz der Stabelemente verankerte „Ebenbleiben der Querschnitte“ kann über die „Stirnplatten“ voll kompatibel in die angrenzenden Flächenelemente übertragen werden. Von dort aus können jetzt auch Verzerrungszustände innerhalb der Flächenmodellierung, auch aus der Querschnittebene heraus, korrekt berücksichtigt werden. Die „Stirnplatte“ als Kompatibiliätsebene kann in solchen Fällen als Starrkörper definiert werden.

Indem man im Knotenbereich die FE-Modellierung über Stabelemente vorsieht, modelliert man eine relativ steife Verbindung. Genau das, was man später in entsprechenden Detailnachweisen der Knotenausbildung über Steifen usw. erreichen möchte.

Für die Berechnung von Stabtragwerken aus Stahl ergeben sich mit dieser Methode neue Möglichkeiten. Das System kann wie bisher eingegeben und berechnet werden. Für einzelne Stäbe können bei Bedarf Teilstücke eines Stabs als Faltwerk modelliert werden. Zusätzlich kann man jetzt Lasten auf einen Lastangriff am oberen oder unteren Flansch verschieben. Außerdem können Öffnungen und zusätzliche Steifen platziert werden.

Die statische Berechnung erfolgt für ein Mischsystem aus Flächen und Stäben. Entlang der Stäbe erhält man u.a. Schnittgrößenverläufe und darüber hinaus klassische Querschnittsnachweise und -bemessungen. Entlang der Flächenmodellierung werden Spannungen dargestellt und können nachgewiesen werden. In Bereichen mit Wölbkrafttorsion können jetzt Verformungen mit Verzerrungen quer zum Querschnitt mechanisch korrekt berücksichtigt werden. Bei dynamischen Berechnungen oder Stabilitätsberechnungen (z.B. Stegbeulen) werden die Flächenmodellierungen mit allen zusätzlichen Details, wie z.B. Öffnungen, in der hochwertigeren Flächenmodellierung korrekt berücksichtigt.

Das neue Modul „M431 Stahl-Profilstäbe in Faltwerke aus Stahl umwandeln“ bietet mit wenigen Klicks eine wesentliche Leistungssteigerung bei der Berechnung von Stabtragwerken aus Stahl. Vormals aufwändige Modellierungen in mühsam herausgelösten Teilsystemen entfallen. Die zusätzlichen Ergebnisse stehen integriert im 3D-Modell zur Verfügung. M431 ist auch als Generierungshilfe für aufwändigere, vollständige Flächengenerierungen mit Ausbildung aller Knotendetails von Vorteil. Das Modul M431 steht innerhalb MicroFe zur Verfügung. Stabwerksmodelle aus EuroSta können in MicroFe nahtlos übernommen und mit M431 weiterbearbeitet werden.

[Bildunterschrift zu Bild 1]
Oberfläche des MicroFe-Moduls „M431 Stahl-Profilstäbe in Faltwerke aus Stahl umwandeln“

[Bildunterschrift zu Bild 2]
Die Verbindung der einzelnen Stäbe am gemeinsamen Knoten erfolgt weiterhin über die Stabformulierung. Hier darf man sich vom optischen Eindruck nicht täuschen lassen. Die Flächenformulierung sieht zwar optisch stärker aus, tatsächlich sind aber die unscheinbaren Stabelemente mit den entsprechenden Elementansätzen steifer.

[Bildunterschrift zu Bild 3]
Vergleich der Eigenformen eines teilmodellierten (oben) mit einem durchmodellierten System (unten)

Weiteres Bildmaterial verfügbar.

Bildmaterial zum Download

PM mb 1305 008 M431 Bild1.jpg(667 KB)Download
PM mb 1305 008 M431 Bild2.jpg(777 KB)Download
PM mb 1305 008 M431 Bild3.jpg(2.1 MB)Download

Mai 2013 | Pressemitteilung der mb AEC Software GmbH

mb-Veranstaltungen – Service auf höchstem Niveau

Mit diesem Anspruch plant die mb AEC Software GmbH auch in diesem Jahr eine Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen. Das Thema „Eurocode“ wird uns weiter begleiten, in diesem Jahr mit der Seminarreihe „Eurocode 5“. Mit Prof. Dr.-Ing. Jens Minnert setzt mb dabei auf eine Zusammenarbeit, die sich bewährt hat. Ebenfalls bewährt haben sich die kostenlosen Kurzeinweisungen und die halbtägigen Seminare „CAD für Architekten“.

Dieses breit gefächerte Angebot bietet für jeden Tragwerksplaner und Architekten die passende Veranstaltung:

  • Eurocode 5 Holzbau-Seminar
    Seit Juli 2012 ist die Bemessung und Konstruktion von Holzbauten nach DIN EN 1995-1-1 und DIN EN 1995-1-1/NA auszulegen. Prof. Dr.-Ing. Jens Minnert vermittelt nachvollziehbar die Änderungen gegenüber der DIN 1052 und veranschaulicht anhand von praxisorientierten Beispielen die allgemeinen Bemessungsregeln und die zugehörige Nachweisführung.
  • CAD für Architekten
    ViCADo ist ein leistungsstarkes 3D-CAD-System, das Sie in allen Phasen der Projektabwicklung unterstützt. Dieses kostenlose Seminar vermittelt die grundlegende Arbeitsweise sowie das Leistungsspektrum von ViCADo.arc und zeigt die Vorteile des konsequenten Arbeitens in einem 3D-Modell. Die Teilnahme ist kostenlos.
  • mb-Kurzeinweisungen
    Die mb-Kurzeinweisungen vermitteln in jeweils zweistündigen Einheiten einen ersten Einblick in die Leistungsfähigkeit und Bedienerfreundlichkeit der mb-Programme. Anhand einiger Beispiele wird das effiziente Arbeiten mit der mb WorkSuite erläutert und über Neuigkeiten und deren Bedienung informiert. Die Teilnahme an einzelnen Vorträgen ist möglich.

Nähere Informationen:
http://www.mbaec.de/veranstaltungen.html oder Telefon 0631 30333-17