MicroFe

Das positionsorientierte FE-System

Positionen

Das Tragverhalten eines gesamten Tragwerks kann unter Umständen durch viele einzelne Tragglieder nachempfunden werden, indem jedes Tragglied in seiner statischen Wirkung auf ein einfaches Grundprinzip reduziert wird: ein Balken, eine Stütze, eine Platte. Jedes Tragglied wird als Position innerhalb eines Positionsplans genau dokumentiert und die Berechnungsmethode wird Positions-Statik genannt. 

 

Finite Elemente Systeme

Immer, wenn die Komplexität eines Tragwerks eine sinnvolle Abstraktion in eine konventionelle Statik-Position verhindert, werden komplexere und leistungsfähigere Berechnungsmethoden angewendet. Dazu gehört die FEM-Methode, welche sich seit vielen Jahren als effektive Lösung etabliert hat. Dabei werden die Tragstrukturen in viele kleine Elemente zerlegt und das ganze System matriziell berechnet. Lange Zeit prägten deshalb endlose Knoten- und Element-Tabellen die FE-Berechnungen in der Eingabe und Ausgabe. 

Positionsorientiertes FE-System

MicroFe hat die Übersichtlichkeit der Positionen auf die Berechnung mittels der FE-Methode übertragen. In der Anwendung von MicroFe tauchen keine Knoten- oder Elementnummern mehr auf. Stattdessen werden Tragglieder wie Unterzüge, Deckenplatten, Wandscheiben oder Lagerungen verwaltet und wiederum Positionen genannt. Alle Eingaben und alle Ausgaben erfolgen positionsorientiert. 

Vorlagentechnik und Eigenschaftendialog

Zur Eingabe aller Positionen einer FE-Berechnung stehen für jeden Positionstyp mehrere Vorlagen zur Auswahl. Damit sind alle Parameter für eine neue Position bereits vorbelegt. Eigene Vorlagen können verwaltet und Abweichungen jederzeit vor dem Setzen oder danach in den Positionseigenschaften festgelegt werden. 

Automatische Vernetzung

Aus der positionsorientierten Eingabe muss für eine FE-Berechnung ein vollständiges FE-Netz erzeugt werden. Durch die automatische Vernetzung erfolgt diese Aufgabe vollautomatisch. 

Knotenunabhängige Vernetzung

Die Überschrift provoziert und scheint im Gegensatz zur einschlägigen Fachliteratur zu stehen. Aber bei MicroFe müssen sich die Elemente nicht immer an den Knoten treffen. Zur Verbesserung der  Ergebnisgüte wurde für MicroFe die knotenunabhängige Vernetzung entwickelt, mit der auch Knoten am Rand der Nachbarelemente reguläre Netze bilden können.

Ausgabenzusammenstellung

Die Komplexität der Aufgabenstellung erfordert mitunter auch eine komplexe Darstellung der Ergebnisse. Die positionsorientierte Ausgabe der Ergebnisse hilft bei deren Auswertung. Darüber hinaus können verschiedene Ausgabenzusammenstellungen für typische Projekte definiert werden, sodass mit einem Mausklick eine umfangreiche Ausgabe zur Verfügung steht.

Dokument-orientierte Statik

Alle MicroFe-Berechnungen können in die Dokument-orientierte Statik integriert werden. Sie verhalten sich dann so wie eine BauStatik-Position und erzeugen gemeinsam ein Statik-Dokument mit durchgehender Seitennummerierung und Inhaltsverzeichnis.

Lastweiterleitung mit Korrekturverfolgung

Die Belastungen auf ein MicroFe-Modell können aus anderen FE-Berechnungen oder aus BauStatik-Positionen übernommen werden. Ebenso stehen Standardlasten und Lastzusammenstellungen auch in MicroFe zur Verfügung. Übernommene Lastanteile werden in der Ausgabe prüffähig dokumentiert. Mit einem Mausklick navigiert man direkt zum Lastursprung. Die automatische Korrekturverfolgung stellt sicher, dass bei Änderung einer Lastkomponente immer auch alle abhängigen Positionen oder FE-Modell neu berechnet werden.